Nach zwei intensiven Jahren konnten 21 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Technik sowie 12 Schülerinnen und Schüler des einjährigen Berufskollegs zur Erlangung der Fachhochschulreife (BKFH) an der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen.
Bei sommerlichen Temperaturen fand die feierliche Verabschiedung beider Schularten statt. Beide Abschlüsse berechtigen zum Studium an einer Fachhochschule. Insbesondere der Titel „Staatlich geprüfter Technikerin“ in der Fachrichtung Maschinenbau eröffnet zudem berufliche Perspektiven im mittleren Management. Passend dazu begrüßte Abteilungsleiter Daniel Müller die Anwesenden nicht zur Verabschiedung, sondern symbolisch zum „Neubeginn im mittleren Management“.
Müller betonte die außergewöhnlichen Leistungen der diesjährigen Technikerklasse: 16 der 21 Absolventinnen und Absolventen wurden für ihre herausragenden schulischen Erfolge ausgezeichnet. 11 Preise wurden für einen Notendurchschnitt von 1,7 oder besser vergeben, fünf weitere Absolventen erhielten eine Belobigung für einen Schnitt zwischen 1,8 und 2,0. Besonders erwähnenswert: Leon Balog, Elias Kreußer, Moritz Lang und Lisa Pauly erreichten die Bestnote 1,0. Auch in der BKFH-Klasse wurden Preise vergeben. Hier wurde Ewald Ostertag und Pascal Mauer mit einem Preis ausgezeichnet. „Heute ist ein Moment des Stolzes und des Feierns“, sagte Müller.
Ein weiterer Grund zur Freude: Alle Technikerinnen und Techniker haben zusätzlich erfolgreich den Ausbilderschein erworben. Dieser berechtigt sie, künftig selbst Auszubildende in einem anerkannten Ausbildungsberuf fachlich anzuleiten und zu betreuen – eine wichtige Zusatzqualifikation, die in Industrie und Handwerk sehr geschätzt wird und die Karrierechancen weiter verbessert.
In seiner letzten offiziellen Rede vor seiner eigenen Verabschiedung blickte der scheidende Schulleiter Hermann Ruppert mit Wehmut, aber auch Stolz auf die vergangenen Jahre zurück. „Ihr kamt als Erwachsene – es war etwas Besonderes, mit euch zu arbeiten“, sagte er. Zugleich ermutigte er die Absolventinnen und Absolventen, ihren Weg mit Fleiß, Durchhaltevermögen und kritisch-gestalterischem Denken weiterzugehen. „Auch wenn nicht jeder Tag in der Schule Freude bereitet hat – ihr nehmt etwas mit“, so Ruppert. Er rief dazu auf, den Kontakt untereinander zu halten und Netzwerke zu bilden.
Die Klassenlehrerin der Technikerklasse, Katja Stephan, würdigte in ihrer Rede die vergangenen zwei Jahre, in denen intensiv gearbeitet – aber auch viel gelacht – wurde. In Anlehnung an die betriebliche Unterweisung, die Teil des Ausbilderscheins war und in Kooperation mit der Handwerkskammer Heilbronn an der Schule vermittelt wurde, formulierte sie zu Beginn das augenzwinkernde Lernziel: „Am Ende dieser letzten Unterweisung seid ihr in der Lage, stolz auf euch zu sein.“ Mit einem Rückblick auf gemeinsame Erlebnisse sowie einem optimistischen Ausblick in die Zukunft verabschiedete sie ihre Klasse offiziell – mit bestandener „letzter Unterweisung“.
Anschließend überreichten Abteilungsleiter Daniel Müller sowie die Klassenlehrerinnen Katja Stephan (FTM2) und Katharina Werner (BKFH) die Zeugnisse, Auszeichnungen und Belobigungen an die Absolventinnen und Absolventen.
Bei einem geselligen Ausklang mit guter Verpflegung bot sich anschließend die Gelegenheit zum Austausch. Gemeinsam blickten Lehrkräfte, Absolventinnen und Absolventen sowie deren Gäste auf zwei ereignisreiche Jahre zurück – nicht ohne eine gewisse Wehmut, aber mit viel Stolz im Gepäck.